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Wer nicht abstimmt, verspielt sein Land

Klaus Stöhlker

PR Profi Klaus J. Stöhlker

Wenn Schuhmacher immer die schlechtesten Schuhe haben sollen, stimmt das nicht für Architekten. Sie bauen sich selber die schönsten Häuser aus den Honoraren für immer engere Wohnungen und Bürobauten, wo Mitarbeiter wie Hühner gestapelt werden, oft ohne festen Platz.

Es geht um die Zukunft des Landes. Wer jetzt, wo Ecopop angesagt ist, nicht abstimmt, verspielt dessen Zukunft. Wir alle haben die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub. Stimmen wir für Ecopop, bricht unser Wohlstandswachstum der letzten zehn Jahre wie eine Seifenblase zusammen, obwohl wir damit rechnen dürfen, dass Bundesrat und Parteien alles tun werden, um den Wählerwillen an der Urne abzubiegen.

Stimmen wir gegen Ecopop, ist damit zu rechnen, dass wir bald neun Millionen und später elf Millionen Menschen sein werden, die das Land zwischen Bodensee und Léman bevölkern. Schon zeichnen sich die Konsequenzen ab: In Basel Nord schiessen 200 Meter hohe Hochhäuser wie Spargeln aus der Erde; weitere werden ihnen folgen. Im Limmat- und im Glatt-Tal sollen 100 000 Menschen in elegant geschwungenen Blockbauten untergebracht werden. Die Industrie, die Banken, die Anwälte und Treuhänder, die Baubranche und das Gewerbe freuen sich: Aufträge, Umsatz und Gewinne locken. Wer noch ein Eigenheim mit Garten will, ist ein Landesverräter.

Kein Schweizer will leben wie die Amish in Pennsylvania/USA, Abkömmlinge aus dem Emmental flüchtender Berner, die ihre Berner Herren nicht mehr ertrugen. Dort sind Autos, Fernsehen und iPad verboten; es herrscht strenge Zucht. Wir wollen auch nicht kümmerlich leben wie die Bauern in andalusischen Dörfern oder lettischen Katen. Viele Schweizer, gerade die Älteren unter uns, wollen bewahren, was sie erkämpft haben, und an Kinder und Enkel weitergeben. Sie wollen in die Berge fahren, ohne in Zügen oder auf der Autobahn anzustehen. Die täglichen Staus rund um die grossen Schweizer Städte sind ihnen ein Graus. Nicht ohne Grund, denn immer mehr alte Leute werden von eiligen Autofahrern überfahren.

Da viele Schweizerinnen und Schweizer beschlossen haben, sich nicht mehr zu vermehren, um einer immer fragwürdigeren Karriere nachzulaufen, verlangen unsere Unternehmer, dazu deren Verbände, es müssen halt Ausländer sein, die als Arbeitskräfte leisten, was wir nicht mehr tun wollen: In der Küche stehen, es sei denn als Koch, im Spital nicht mehr dienen, es sei denn als Direktorin oder Chefarzt, keine Autos mehr reparieren, es sei denn als Chef der Garage. Die Liste ist lang.

Ich kenne niemand, der sich über Zuwanderer aus Eritrea, ein gottverlassenes Land, oder Syrien freut. Es sei denn die Sozialorganisationen, die daraus ihre Berechtigung ableiten. Ich kenne aber immer mehr Menschen, die unsere Verwaltungen in Bern und vielen Kantonen „sauschlecht“ finden, weil dort Chaos, Trägheit und Bestechung an der Tagesordnung sind.

Ist das noch unsere Schweiz? Die sich einmal selbst verteidigen konnte, wie heute nur noch Israel und Nordkorea. Wo die Menschen nach langen Arbeitsstunden und harter Arbeit in Vereine strömten, um zu singen, zu turnen oder auch nur zu Jassen. Ecopop ist eine Abstimmung, die aus dem Volk gekommen ist, unerwartet für die Elite in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, wie ein Komet aus dem Weltall.

Gehen Sie abstimmen, denn noch haben Sie diese Freiheit.

*Klaus J. Stöhlker ist Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung in Zollikon/ZH