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Der Verrat der Baldegger Schwestern

Klaus Stöhlker

PR Profi Klaus J. Stöhlker

Im schönen Amden oberhalb des Walensees ist Schreckliches geschehen. Die dunkelblau gekleideten Baldegger Schwestern haben in der 1500 Einwohner zählenden Gemeinde nicht nur das beliebte Kurhaus „Bergruh“ aufgegeben, sondern es auch gleich an den Kanton St. Gallen vermietet, der darin 120 Asylanten unterbringen will.

Von dem neuen Asylzentrum haben die ebenso klugen wie stets bescheidenen Schwestern ihren Nachbarn und Mitbürgern in Amden nichts gesagt; die Einwohner wurden vor nackte Tatsachen gestellt.

Der Schock geht tief in Amden, denn die Menschen dort haben Angst vor afrikanischen Familien, die mit ihrer St. Galler Bergkultur nicht vertraut sind. Sie haben Angst vor den jungen Männern aus Afrika, die ihre Frauen und Kinder bedrohen könnten. Jeder siebte Einwohner von Amden wird künftig ein Fremder sein, der von Steuern und Sozialleistungen leben muss. Ob dies zu Einbrüchen in die Ferienwohnungen und Ferienhäuser führen wird, wird sich erst heraus stellen.

Der Verrat der Baldegger Schwestern an ihren katholischen Mitbürgern ist ein Vorgang, wie wir ihn noch häufiger erleben werden. Seit Jahren erlebe ich, wie in der Forchbahn, die Zürich mit den Gemeinden im Süden verbindet, die Menschen von den lauten Afrikanern abrücken, wenn sie aus ihrem Asylzentrum in die Stadt fahren. Sie sind meist laut, nach Schweizer Massstäben aggressiv und telefonieren in einer Tonlage, die oft als Störung empfunden wird.

Was sagte mein aus Afrika stammender Zürcher Taxifahrer, über den wir an dieser Stelle schon berichtet haben? Er sagte: „Die Afrikaner werden Euch Schweizer überrennen. Sie kennen das Wort Vertrauen nicht. Sie wollen nur haben und immer mehr davon.“

Die Amdener stehen vor einer Leidenszeit, stellvertretend für eine falsche Einwanderungspolitik der Schweiz und Europas. Es fällt auf, dass die Asylantenheime immer in den schwächeren Regionen und Gemeinden angesiedelt werden. Das wussten die Baldegger Schwestern, weshalb sich ihre Sprecherin, Schwester Romana, jetzt auch „verwundert“ zeigt, dass ihre Mitmenschen (ein wahrhaft meist missbrauchtes Wort) jetzt Angst vor der Zukunft haben.

Gibt es eine tiefere Motivation für einen solchen Schritt? Natürlich ist es heute mühsam, ein bescheidenes Kurhaus erfolgreich zu betreiben. Wer das Haus auf Jahre hinaus der kantonalen Verwaltung vermieten kann, hat nicht nur weniger Arbeit, sondern verdient kräftig. Es ist ein goldener Schnitt, den die Baldegger Schwestern gemacht haben. Unter Marias Mantel der Wohltätigkeit verbirgt sich kühle Berechnung. Wer sich dagegen wehrt, gilt als Unmensch.

Der Fall Amden beweist: Es stehen vielen unter uns bittere Jahre bevor.

*Klaus J. Stöhlker ist Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung in Zollikon/ZH