Wollen wir wirklich die Moslems bei uns?

Klaus Stöhlker

PR Profi Klaus J. Stöhlker

Ein fast 90jähriger Schweizer Unternehmer, der viele Jahre in Ägypten und den Ländern des Nahen Ostens verbrachte, wohin er Schweizer Maschinen verkaufte, schrieb mir: „Nur mein hohes Alter rechtfertigt mein Schweigen in der Öffentlichkeit. Erst nach meinem Tod wird es die geballte Macht moslemischer Protagonisten zu spüren bekommen.“

Am letzten Sonntag hörte ich in der Zürcher Liebfrauenkirche, der ältesten katholischen Kirche Zürichs, sie wurde von einem Mönch des Klosters Einsiedeln herrlich gestaltet, einem 79jährigen Jesuiten zu, ursprünglich Ägypter, der in fliessendem Deutsch zur Lage im Nahen Osten vortrug: „Unsere Christen in Syrien werden verjagt, für den Islam missioniert oder getötet. Die US-Amerikaner sind so dumm, den Alewiten Assad zu bekämpfen.“

Mein Glaube an die klugen Moslems beginnt zu wanken. Hatten sie wirklich zwei Renaissancen, jene im 8.-11. Jahrhundert in Andalusien und im 19. Jahrhundert in Europa? Waren sie es wirklich, die uns das Wissen der alten Griechen übermittelten oder waren es syrische Christen, welche die alten Schriften aus dem Griechischen in das Arabische übersetzten? Sagte nicht einmal Tayyib Erdogan als junger Politiker zu den Europäern: „Wir werden Euch mit der Zahl unserer Kinder besiegen.“

Mit Moslems kann man noch weniger frei sprechen als mit konservativen Juden. Beide leben in sehr engen geistigen Gefängnissen. Während die liberalen Juden in Wirtschaft, Finanzen und Politik eine Weltmacht geworden sind, würden die Moslems in arabischen Staaten ohne Öl wieder in Hütten leben müssen.

Wir Schweizer, Mitbürger Europas und der Aufklärung, stehen dem fassungslos gegenüber. Unsere liberale Tradition und unser Staatsverständnis verpflichten uns zu helfender Mitwirkung. Wie wenig dies allerdings bringt, zeigt das Beispiel des Kosovo, ein völlig zerstörter Staat („failed country“, wie die Amerikaner gerne sagen), ein Abenteuer, in welches uns alt Bundesrätin Ruth Dreifuss geritten hat. Gut, die Rohstoffe des Kosovo werden in Israel dringend benötigt; das erklärt viel.

Angesichts der externen Wirren sollten wir wenigstens unser Land in Ordnung halten; aber wir sind weit davon entfernt. Bundesrat Didier Burkhalter will uns zusammen mit Staatssekretär Yves Rossier dem Europäischen Gerichtshof unterstellen lassen, womit die Freiheit der Schweiz am Ende wäre. Fremde Richter. Gottseidank war es ein anderer Schweizer, Prof. Dr. Carl Baudenbacher, Präsident des EFTA-Gerichtshofes, ein weltweit renommierter Starjurist, der diesem Plan Widerstand leistete. Der demnächst zu wählende neue Bundesrat wird das Dossier unter Leitung von Staatssekretär de Watteville bereinigen müssen.

Die Zahl der Arbeitslosen in unserem Land nimmt rasch zu, vor allem auch bei der Jugend. Von Wirtschaftsminister Johannes Schneider-Ammann, FDP, der sein Gesicht schon lange verloren hat, ist keine Hilfe zu erwarten. Wenn wir uns damit trösten, dass es auch den tüchtigen Deutschen schlechter als uns geht, sollten wir nicht übersehen, dass deren Lebensstandard bei den uns benachbarten Schwaben und Bayern ebenso hoch ist wie bei uns.

Wir sind im Begriff, in der Schweiz ein Prekariat heranzuziehen, das vom Mittelstand der B-Schweiz bezahlt wird. Wenn ein mit einer Schweizerin verheirateter Afrikaner während mehr als zehn Jahren Sozialleistungen von über 500 000 Franken beziehen kann, ohne je gearbeitet zu haben, läuft etwas falsch bei uns. Es ist an der Zeit, das „laissez faire“ in unserer Politik und den Verwaltungen zu beenden.

*Klaus J. Stöhlker ist Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung in Zollikon/ZH

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Über Klaus J. S.

Als Doyen der Schweizer PR-Branche hat Klaus J. Stöhlker die Technik der Kommunikation seit über 30 Jahren bedeutend beeinflusst. Die von ihm gewählten Formulierungen in Geschäftsberichten oder im Krisenmanagement sind vielfach legendär geworden. In Deutschland geboren, hat er nach Führungsfunktionen bei Farner und Wirz 1982 in Zürich die Stöhlker AG gegründet. Sie ist seither eine der erfolgreichsten PR-Agenturen der Schweiz geworden, die heute von seinen beiden Söhnen Fidel und Raoul Stöhlker geleitet wird. Für Stöhlker setzt sich erfolgreiche Kommunikation aus Sachverstand und Energie zusammen. Wenn Spitzenvertreter der Wirtschaft erklären, sie würden weder von Aktionären noch von Kunden oder Medien richtig verstanden, antwortet er: Passen Sie Ihre Botschaft den Zeitbedürfnissen an! Wer sich nicht rasch und schnell in voller Klarheit äussern kann, wird im Wettbewerb zurück fallen. CFO’s trainieren bei Stöhlker, wie man der „hard power“ der Facts die „soft power“ der geschickten Argumentation zur Seite stellt.

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