Archiv für den Monat: Mai 2015

Brauchen wir Talentsteuern?

Klaus Stöhlker

PR Profi Klaus J. Stöhlker

Wofür haben unsere Grosseltern gearbeitet, wenn nicht für ihre Kinder und Enkel? Sie haben die Stunden und Tage nicht gezählt, oft die Abende und die Nächte nicht, damit es ihren Kindern besser geht als sie selber es erfahren haben. Sie haben jeden Rappen umgedreht, gespart und ein kleines Vermögen geschaffen.

Nun kommt ein ex-Statistiker des Kantons Zürich mit einigen linksgrünen Vögeln und will das Ersparte in den Besitz der Allgemeinheit überführen. Die Ärmeren im Land hätten auch ein Recht auf Italienferien und einen Lexus, dazu eine Dreizimmer-Wohnung mit Blick ins Grüne. Der Staat brauche das Geld der Sparer ohnehin, um Sozialleistungen zu finanzieren, damit seine sehr gut verdienenden Beamten und Angestellten ihren Lohn auch wert sind.

Natürlich ist das Erben etwas Wunderbares. Jahrelang träumte ich davon, aber schliesslich kamen 180 Franken netto als ein Anteil aufgrund des Todes eines Onkels. Das war es dann.

Warum, frage ich mich, sollte man nicht alle Talente besteuern, die einem Menschen aufgrund seiner Geburt zufallen? Wer in der Schweiz geboren ist, kann als vom Glück begünstigt gelten, also wäre es gerecht, allen Griechen und Sizilianern, allen Ostdeutschen und Portugiesen einen Beitrag zu überweisen, damit sie mehr vom Leben haben.

Wer gut singen kann, daher beliebter als andere ist, und vielleicht sogar daraus eine Karriere macht, müsste für eine Stimmband-Steuer Verständnis haben. Unsere grossen Sängerinnen wohnen meist in attraktiven Schlössern, welche sie diesem kleinen Kehlkopf-Vorteil verdanken. Also, je kürzer das Stimmband, desto höher die Steuer.

Wer gut aussieht, ich denke an Christa Rigozzi oder George Cloony, darf einer „Beauty Tax“ nicht im Wege stehen. Für jedes Foto in der „Schweizer Illustrierte“ wären dann mindestens hundert Franken Schönheits-Steuer zu entrichten. Diese ginge in eine Bundeskasse, woraus benachteiligte hässliche Menschen sich neue Nasen oder Brüste  schneidern lassen könnten.

Das gilt natürlich auch für Bundesräte. Wäre Doris Leuthard Bundesrätin geworden, hätte sie nicht diese Nase, diese Augen und diesen Hals? „Duschen mit Doris“ hiess ihr Wahlkampfslogan. Das muss eine „Doris Steuer“ erträglich machen, sagen wir zehn Prozent vom Bundesrats-Lohn. Bei Simonetta Sommaruga würden fünf Prozent genügen und Eveline Widmer-Schlumpf ginge gratis durch.

Man sieht, aus dem Steuertopf lässt sich noch viel holen. Wer kräftige Waden und eine gute Lunge hat, um damit auf die höchsten Berge zu rennen, wird die „Matterhorn Steuer“ nicht verweigern. Wer weniger mit Arbeit als mit Charme sein Geld verdient, wird einer „Aeschbi Tax“ nicht im Wege stehen.

Dies ist umso notwendiger, als es heute wie morgen immer mehr Attacken auf den Geldbeutel geben wird, wo man eine SRG-Steuer verlangen wird. Damit würden dann die dümmsten Sendungen in eigener Verantwortung produziert oder aus den USA importiert. Dagegen würde nur eine wahre Bürger-Steuer helfen, wo der Staat und seine Nebenbetriebe bei schlechter Performance diese Bürger-Steuer zurück erstatten müsste.

Ob Talent- oder Wadensteuer, ob Schönheits- oder Stimmwundersteuer, Sie werden sehen, man wird immer einen Grund finden, Ihnen das Ersparte wieder abzunehmen. Weigern Sie sich, sagen Sie nein!

*Klaus J. Stöhlker ist Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung in Zollikon/ZH

Frauen Filz in der Krise

Klaus Stöhlker

PR Profi Klaus J. Stöhlker

Die Schweiz, während Jahrzehnten beherrscht vom Männer-Filz, erlebt nun die erste Krise des Frauen-Filzes. Das ist nicht erstaunlich, denn der Männer-Filz hatte während Generationen Zeit, sich in die Höhe, Breite und Tiefe des Schweizer Volkes zu entwickeln. Der Frauen-Filz bildete sich erst in den letzten 20 Jahren. Nun ist er, was niemand überraschen kann, zuerst bei der FDP krisenhaft implodiert.

Christa Markwalder heisst jene attraktive FDP-Nationalrätin, die als Lobbyistin der Zürich Versicherungen in Bern erheblichen Einfluss ausgeübt hat. Mit ihrer etwas älteren Freundin Marie-Louise Baumann, die ebenfalls aus dem Kern des Freisinns stammt, hat sie sich für die Kasachen eingesetzt, dies im guten Glauben, unser Land profitiere davon. Kasachstan hat der Schweiz, seit Jahren auch Helvetistan genannt, stets gute Dienste geleistet, wenn es um den Einsitz im Internationalen Währungsfonds (IWF) ging.

Christa Markwalder stürzte nicht, weil die Kasachstan-Affäre bei uns in Bern das Licht der Öffentlichkeit sah. Vielmehr war es ein kasachischer Blogger, unterstützt von Schweizer Gegen-Lobbyisten und Beratern, welche die Stinkbombe explodieren liessen.

Kein Schweizer National- und Ständerat wollte auf „die Markwalder“ den ersten Stein werfen, wussten doch alle sehr gut, dass auch sie nicht ohne Sünde sind.
Was nun aber bei den FDP-Frauen geschah, entspricht allen Mustern des Filzes, wie er auch bei Männern offensichtlich ist. Markwalder liess sich von einer anderen FDP-Freundin, Claudine Esseiva, in Schutz nehmen. Diese, bekannt durch „Nicht oben ohne“, trat als Generalsekretärin der FDP-Frauen für die Berner Freundin ein. Nicht genug davon, auch die Präsidentin der FDP-Frauen, die soeben neu zur Zürcher Stadträtin gewählte Carmen Walker Späh, als Lobbyistin für den Hoch- und Tiefbau nicht ohne Talent in Erscheinung getreten, liess auf die politisch in Schräglage gekommene Freundin Markwalder nichts kommen.

Die Sozialdemokratische Partei, ganz macchiavellistisch, wollte die linksliberale Markwalder, die zu den Euro-Turbos der Bürgerlichen zählt, auch nicht fallen lassen. Das Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ spielte perfekt.

Sind Frauen besser als Männer? Wie sich zeigt, auf keinen Fall. Sie wollen nicht minder Karriere machen, Einfluss gewinnen und decken sich gegenseitig, wenn es zur Krise kommt. Von höherer Moral keine Spur.

Deshalb zweifle ich auch daran, dass Frauen grundsätzlich bessere Politikerinnen sind. Ich zweifle auch daran, dass sie in Verwaltungsräten schon deshalb besser sind, weil es Frauen sind. Und die Frauen-Quote, wie sie heute verteidigt wird, ist der bare Unsinn.

Tut mir leid, meine Leserinnen, Christa Markwalder, die unschuldig aussieht, es aber auf keinen Fall ist, hat Euch allen einen Bärendienst geleistet. Sie wurde ertappt. Dies bringt uns der Realität wieder etwas näher.

*Klaus J. Stöhlker ist Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung in Zollikon/ZH

Singt das Lob der alten Männer!

Klaus Stöhlker

PR Profi Klaus J. Stöhlker

Es ist unglaublich, wie interessant gerade alte Männer sein können. Der erfolgreichste Kapitalist der westlichen Welt, Warren Buffett, Gründer und Chef von Berkshire Hathaway, ist 84 Jahre alt und keineswegs müde. Er trägt den texanischen Cowboyhut so gerne wie der Walliser Riederalp-Hotelier Art Furrer, der im Februar jugendliche 78 Jahre alt geworden ist. Furrer hat auf der Oberwalliser Riederalp ein Hotel von japanischer Eleganz gebaut; sein Freund Peter Brabeck-Letmathé, VR-Präsident von Nestlé, 69, hat ihn unterstützt.

Sepp Blatter ist 79 Jahre alt und wird am 29. Mai in Zürich sicher als FIFA-Präsident wieder gewählt. Seine Verjüngungskur für die FIFA, den Weltfussballverband, ist wesentlich attraktiver als die seiner drei Mitbewerber aus Jordanien, Portugal und den Niederlanden. Viele Schweizer, Deutsche und Engländer wollen nicht verstehen, dass er es ist, der den Weltfussball geschaffen hat – und Zürich in Kürze ein FIFA-Museum schenkt.

85 Jahre alt ist der legendäre Zolliker Unternehmer und Politiker Ulrich Bremi. Die von ihm aufgebaute Firma KABA wird jetzt nach Deutschland verkauft, aber unter weniger dramatischen Umständen als bei der SIKA, die nach Frankreich abwandert. 85 Jahre alt wird am 30. Mai auch der putzmuntere Heinrich Villiger, der sein Unternehmen, die Villiger Söhne, in den letzten Jahren zu neuen Erfolgen getrieben hat. Der passionierte Zigarrenraucher fährt weniger als früher mit dem Töff um die Welt, ist aber sonst tatkräftig unterwegs.

Vor zwei Wochen begegnete mir Dr. Tito Tettamanti, ein aus dem Tessin stammender Financier, der im kommenden Herbst 85 Jahre alt werden wird. Der elegante Südländer, für den Reichtum etwas Selbstverständliches ist, hat die Welt schärfer im Blick als viele Jüngere. Er ist provozierend vital und tut mehr für die liberale Schweiz als viele amtierende Generaldirektoren Schweizer Banken.

Weniger bekannt ist Domenic Steiner, der VR-Präsident von Thermoplan in der Zentralschweiz. Seine Kaffeemaschinen stehen weltweit in jeder Starbucks-Filiale. Der jugendliche 78jährige bleibt ein Motor der global erfolgreichen Schweizer KMU-Wirtschaft.

Frauen habe ich in dieser Altersklasse keine gefunden, die einen derart brillanten unternehmerischen Nachweis liefern können. Die wachsende Zahl von Krankenschwestern, die ihre älteren, früh verstorbenen reichen Männer beerben, lässt mich jedoch hoffen, dass aus diesem sozialen „pool“ einige nachwachsen, die auch ohne MBA Grosses leisten. Ein Vorspiel leistet derzeit Magdalena Martullo-Blocher, die Tochter von Christoph dem Grossen, 74. Sie hat die Ems-Aktionäre und vor allem ihre Familie noch viel reicher gemacht, als es ihrem Vater gelang.

Manchmal stürzt auch ein Alter überraschend ab, so Ferdinand Piech, 78, der den VW-Weltkonzern geschaffen und viele Freundinnen mit Häusern und Kindern in der Schweiz, Deutschland und Österreich finanziell abgesichert hinterlassen hat. Er zeigt, dass Vitalität im Alter mehr heissen kann als nur die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Häufeln von Geld.

Als bald 74jähriger habe ich mir vorgenommen, das Thema in fünf Jahren nochmals aufzugreifen.

*Klaus J. Stöhlker ist Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung in Zollikon/ZH

Der Verrat der Baldegger Schwestern

Klaus Stöhlker

PR Profi Klaus J. Stöhlker

Im schönen Amden oberhalb des Walensees ist Schreckliches geschehen. Die dunkelblau gekleideten Baldegger Schwestern haben in der 1500 Einwohner zählenden Gemeinde nicht nur das beliebte Kurhaus „Bergruh“ aufgegeben, sondern es auch gleich an den Kanton St. Gallen vermietet, der darin 120 Asylanten unterbringen will.

Von dem neuen Asylzentrum haben die ebenso klugen wie stets bescheidenen Schwestern ihren Nachbarn und Mitbürgern in Amden nichts gesagt; die Einwohner wurden vor nackte Tatsachen gestellt.

Der Schock geht tief in Amden, denn die Menschen dort haben Angst vor afrikanischen Familien, die mit ihrer St. Galler Bergkultur nicht vertraut sind. Sie haben Angst vor den jungen Männern aus Afrika, die ihre Frauen und Kinder bedrohen könnten. Jeder siebte Einwohner von Amden wird künftig ein Fremder sein, der von Steuern und Sozialleistungen leben muss. Ob dies zu Einbrüchen in die Ferienwohnungen und Ferienhäuser führen wird, wird sich erst heraus stellen.

Der Verrat der Baldegger Schwestern an ihren katholischen Mitbürgern ist ein Vorgang, wie wir ihn noch häufiger erleben werden. Seit Jahren erlebe ich, wie in der Forchbahn, die Zürich mit den Gemeinden im Süden verbindet, die Menschen von den lauten Afrikanern abrücken, wenn sie aus ihrem Asylzentrum in die Stadt fahren. Sie sind meist laut, nach Schweizer Massstäben aggressiv und telefonieren in einer Tonlage, die oft als Störung empfunden wird.

Was sagte mein aus Afrika stammender Zürcher Taxifahrer, über den wir an dieser Stelle schon berichtet haben? Er sagte: „Die Afrikaner werden Euch Schweizer überrennen. Sie kennen das Wort Vertrauen nicht. Sie wollen nur haben und immer mehr davon.“

Die Amdener stehen vor einer Leidenszeit, stellvertretend für eine falsche Einwanderungspolitik der Schweiz und Europas. Es fällt auf, dass die Asylantenheime immer in den schwächeren Regionen und Gemeinden angesiedelt werden. Das wussten die Baldegger Schwestern, weshalb sich ihre Sprecherin, Schwester Romana, jetzt auch „verwundert“ zeigt, dass ihre Mitmenschen (ein wahrhaft meist missbrauchtes Wort) jetzt Angst vor der Zukunft haben.

Gibt es eine tiefere Motivation für einen solchen Schritt? Natürlich ist es heute mühsam, ein bescheidenes Kurhaus erfolgreich zu betreiben. Wer das Haus auf Jahre hinaus der kantonalen Verwaltung vermieten kann, hat nicht nur weniger Arbeit, sondern verdient kräftig. Es ist ein goldener Schnitt, den die Baldegger Schwestern gemacht haben. Unter Marias Mantel der Wohltätigkeit verbirgt sich kühle Berechnung. Wer sich dagegen wehrt, gilt als Unmensch.

Der Fall Amden beweist: Es stehen vielen unter uns bittere Jahre bevor.

*Klaus J. Stöhlker ist Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung in Zollikon/ZH

Rentner, Ihr seid Klasse!

Klaus Stöhlker

PR Profi Klaus J. Stöhlker

Meine Kollegin Ilse Oehler, die in diesem Blog mit mir schreibt, ist munterer als viele Zwanzigjährige. Eigentlich sollte ich sie, die längst pensioniert ist, als meine Assistentin beschäftigen, aber sie hat derart viel zu tun, dass dies nicht geht. Sie belebt mit ihren Auftritten die ganze Ostschweiz und ist damit ein Beispiel, wie es ohne uns Rentner einfach nicht geht. Es wäre auf jeden Fall langweiliger.

Wenn ich im Spital Neumünster auf dem Zollikerberg zweimal wöchentlich mit den Geräten trainiere, um meine Muskeln am Leben zu halten, treffe ich mehrere Dutzend putzmuntere 70- und 80jährige mit einer Fitness, die erstaunlich ist. „Ich bin seit 12 Jahren pensioniert“, sagt mir eine strahlende Frau am Expander, deren Figur sich noch sehen lassen kann, und der Jean Gabin-Typ, mit dem ich Witze mache, ist auch schon 80jährig, aber vitaler als mancher Jüngling.

Rentner, Ihr seid einfach Klasse. Ihr habt Eure Büros den Jungen übergeben, die Kanzleien abgetreten an den Nachwuchs, aber Ihr seid noch voll aktiv. Weil Ihr oft wohlhabend seid, vermehrt Ihr den Konsum. Eure Autos werden noch bezahlt und nicht geleast, Ihr kleidet Euch gut und haltet Euch fit.

Nicht selten sehe ich Euch Pensionäre in den guten Restaurants, manchmal auch in den sehr guten, wo Ihr Eure Familien, die Kinder und Enkelkinder, eingeladen habt. Ihr seid es, die den Laden am Laufen haltet.

Und Ihr lest noch Zeitung, habt nicht die lächerlichen Knöpfe im Ohr, seid nicht, wie Drogensüchtige, abhängig vom Laptop. Welche Souveränität Ihr ausstrahlt, auch dann, wenn die Jugend nicht mehr zuhört.

Kurzum, Ihr werdet älter und älter. Unser Traum, Juliette Gréco, geht jetzt, mit 88 Jahren, auf ihre neue Tournée. Charles Aznavour ist junge 91. Und Sepp Blatter, der Präsident des Weltfussballverbandes FIFA, wird Ende Mai sicher wiedergewählt. Seinen jugendlichen 79 Jahren hatten die drei Konkurrenten aus Jordanien, Portugal und den Niederlanden nichts entgegen zu setzen.

Europa wird der Kontinent der Rentner, aber es sind aktive Rentner mit globalem Blick. Sie sind gesund, hoch produktiv und wohlhabender als ihre Vorgänger. Sie werden ihren Kindern viel Geld vererben.

Nehmen wir uns vor, hier in der Schweiz zweimal richtig zu entscheiden:

Wir lehnen die Erbschaftssteuer ab, wie sie am 14. Juni zur Abstimmung kommt, denn wir arbeiten nicht für irgendwelche Dummköpfe, die unser Geld für Unfug ausgeben.

Wir sagen auch Nein zur neuen SRG-Billag-Steuer, denn das Schweizer Fernsehen muss erst besser werden, ehe es mehr Geld erhält. Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, kämpft deshalb auch für uns Rentner: Keine SRG-Sondersteuer für uns, die wir Besseres zu sehen haben, als das Schweizer TV es uns bietet.

Wir Pensionäre sind mächtig, aber nur dann, wenn wir richtig handeln und uns zu Wort melden.

*Klaus J. Stöhlker ist Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung in Zollikon/ZH