Rettet unsere Gemeinden und Städte!

Klaus Stöhlker

PR Profi Klaus J. Stöhlker

Unglaublich, wie die Schweiz sich verändert. Es sind gerade die vielen alten Menschen, die sich Schweizer Aktien geleistet haben im Vertrauen auf die Firmen, die Banken und die Nationalbank, die nun viel Geld verloren haben, einige zehntausend Franken die einen, nicht wenige auch über hunderttausend Franken. Betrübt zählt man seine Positionen zusammen und beisst auf die Zähne. Da muss man durch.

Was ist wirklich geschehen? Der bekannte Altbanquier Oswald Grübel, der hintereinander die Credit Suisse und die UBS führte, sagt es offen: „Mit der Festlegung des Mindestkurses des Frankens gegenüber dem Euro haben die Unternehmer privat verdient; das Risiko der Nationalbank geht zu Lasten des Schweizer Volkes.“ Auf gut Deutsch: Gewinne wurden privatisiert, Verluste sozialisiert.

Es waren Bundesrat Johannes Schneider-Ammann und der Uhrenunternehmer Nicolas G. Hayek, in dessen VR er sass, die den Deal mit Philipp Hildebrand einfädelten. Schneider-Ammann, damals FDP-Nationalrat, und Präsident der Swissmem, drückte den Deal durch.

Jetzt werden viele im Land ärmer, darunter auch Städte und Gemeinden, die einige Jahre weniger Steuern einnehmen werden. Schon haben sie die Budgets für Verkehrsübertretungen höher angesetzt. Wer es eilig hat, muss zahlen, auch wenn er niemand gefährdet. Noch ist es nicht so schlimm wie in den USA. Wer in St. Louis seine Verkehrsbussen nicht bezahlt, fliegt umgehend in das Gefängnis. Dieses wird nicht vom Staat, sondern privat betrieben, womit immerhin die freie Marktwirtschaft gestärkt wird.

Geniessen wir unsere Freiheit, zahlen wir unsere Verkehrsbussen auch im Neuen Jahr. Damit tragen wir zur Erhaltung der Verkehrs-Infrastruktur bei, damit wir bei Dunkelheit nicht in Schlaglöcher fallen.

*Klaus J. Stöhlker ist Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung in Zollikon/ZH

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Über Klaus J. S.

Als Doyen der Schweizer PR-Branche hat Klaus J. Stöhlker die Technik der Kommunikation seit über 30 Jahren bedeutend beeinflusst. Die von ihm gewählten Formulierungen in Geschäftsberichten oder im Krisenmanagement sind vielfach legendär geworden. In Deutschland geboren, hat er nach Führungsfunktionen bei Farner und Wirz 1982 in Zürich die Stöhlker AG gegründet. Sie ist seither eine der erfolgreichsten PR-Agenturen der Schweiz geworden, die heute von seinen beiden Söhnen Fidel und Raoul Stöhlker geleitet wird. Für Stöhlker setzt sich erfolgreiche Kommunikation aus Sachverstand und Energie zusammen. Wenn Spitzenvertreter der Wirtschaft erklären, sie würden weder von Aktionären noch von Kunden oder Medien richtig verstanden, antwortet er: Passen Sie Ihre Botschaft den Zeitbedürfnissen an! Wer sich nicht rasch und schnell in voller Klarheit äussern kann, wird im Wettbewerb zurück fallen. CFO’s trainieren bei Stöhlker, wie man der „hard power“ der Facts die „soft power“ der geschickten Argumentation zur Seite stellt.

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