Archiv für den Monat: Dezember 2014

Wir wollen unsere Erfahrungen vertiefen

Begreifen wir dieses neue Jahr als Chance: Wollen wir uns amüsieren, auf Kreuzfahrten gehen und täglich drei Stunden Fitness machen? Das ist nicht übel, aber genügt es auf Dauer? Ich plädiere dafür, das beginnende Jahr 2015 zum „Jahr der inneren Vertiefung“ zu machen. Viele von uns haben die Chance, den Dingen auf den Grund zu gehen; sie müssen es nur wollen.

Die Freiheit im Alter ist wunderbar, denn wir haben sechzig und mehr Jahre Erfahrungen sammeln dürfen. Jetzt müssen wir uns Rechenschaft darüber ablegen, ob es gute oder schlechte Erfahrungen gewesen sind. „Innere Vertiefung“ ist mehr als Yoga oder Zen-Buddhismus, denn mit diesen Übungen tritt man nicht immer ins Licht der Erkenntnis ein. Manchmal sitzt man auch nur vor einer Wand und weiss nicht weiter.

„Innere Vertiefung“ kann heissen, wie bringe ich meine Familie oder meine Freunde wieder zusammen? Sie können sich auch die Frage stellen, was man mit den noch verbleibenden 20-30 Jahren anfangen möchte. Was Sie damit vermeiden können, ist die Industrialisierung Ihres restlichen Lebens, wo die Stunden, die Krankheiten, Sorgen und Ängste einfach verwaltet werden. Bis zum Exit.

Der Weg zu vieler alter Menschen führt in den selbstverwalteten Tod. Nicht jeder hat das Glück, wie der Sänger Udo Jürgens, auf einem Spazierweg am Rheinufer entlang einfach umzufallen. Herzschlag, Tod. Irgendwie wirkt auf mich das Angebot für die letzten Jahre traurig. Ist man einmal in einem Heim, wird man nicht getröstet, sondern professionell versorgt. Und nicht einmal dies ist gesichert, wie mancher Bericht zeigt, wo es in den Insassen (auch so ein schreckliches Wort) nicht gut geht und sie ziemlich brutal abkassiert werden.

Die Alterseinsamkeit ist ein schlimmer Zustand; sie kann nur durchbrochen werden, wenn man sich selber dazu zwingt, auf andere Menschen, auch Jüngere, zuzugehen. „Innere Vertiefung“ hat sehr oft damit zu tun, dass man mit Menschen spricht, die man vorher gar nicht kannte. Hinter jedem Taxifahrer, jeder Serviertochter und jedem Kellner steckt ein ganzer Mensch, der oft grossartige Geschichten erzählen kann. Sie müssen sich nur für ihn interessieren; diese Kraft müssen Sie haben.

Wohlstand macht einsam, Reichtum noch mehr. Wer immer Angst haben muss und deshalb aus seinem Haus oder seiner Wohnung einen Panzerschrank macht, wird allen Menschen gegenüber misstrauisch. Gehören Sie auch zu den Menschen, die nur ihren alten Schul- oder Pfadi-Freunden oder Kollegen aus dem Militär oder der Zunft vertrauen? Dann werden Sie bald einsam werden; auch jüngere Menschen haben etwas zu bieten.

Armut bringt die Menschen besser zusammen, denn man muss keine Angst voreinander haben. Man ist nicht deshalb glücklicher, weil man arm ist, aber das Vermögen, das einstige Ansehen, steht vielen im Weg, wenn es um neue Erfahrungen geht.

Und nehmen Sie sich vor, sich Ihren persönlichen Tod nicht stehlen zu lassen. Erleben Sie ihn so bewusst wie möglich, sollte es in diesem Jahr 2015 so weit sein. Bevor es so weit ist, sollten Sie sich schöne Wochen und Monate machen, Freude daran haben, Geld auszugeben, andere zu beschenken.

Vertiefen Sie Ihr Inneres, lösen Sie sich von allen misslichen Kleinigkeiten, die keinen Gewinn durch Einsicht, sondern nur Ärger bringen. Dann haben Sie ein grossartiges Jahr vor sich. Genau das wünsche ich Ihnen.

*Klaus J. Stöhlker ist Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung in Zollikon/ZH

Sehen Sie auch nicht mehr fern?

Klaus Stöhlker

PR Profi Klaus J. Stöhlker

Die Bescheidenheit älterer Schweizer ist grenzenlos. Sie sitzen in den Kirchenbänken, wo grässlich schlechte Prediger aus der Schweiz, immer öfter auch aus Polen, Afrika und Asien, sie in sanften Schlummer fallen lassen. Der gleiche Schlummer überfällt sie im Liegesessel, wenn die Sendungen des Schweizer Fernsehens die immer gleichen Gesichter auf den Bildschirm bringen, langsam alternd, oft vom Schönheitschirurgen verjüngt.

Christoph Gebel, Unterhaltungschef des Schweizer Fernsehens, dessen persönlicher Auftritt so auffallend ist wie die Philosophie-Sendungen der SRG, hatte sich einen Augenblick nicht unter Kontrolle, als er vor 20 Mitarbeitern die Swissness am Sender als Teufelszeug bezeichnete. Er hatte Ueli Bremis erste Regel vergessen: „Jedes Wort ist eine Fehlerquelle.“ Dankbar haben die Medien es aufgenommen, wogegen das Schweizer TV- und Radiovolk eher zurückhaltend blieb. Dafür gibt es einen Grund.

In der Stadt Zürich sind über die Hälfte aller 16-65jährigen Ausländer. Diese haben im Allgemeinen wenig Interesse an den verstaubten Sendungen, wo Sekundarlehrer, Philosophen, Soziologen und Psychologen ihr tägliches Unwesen treiben. Die verquasten Schulsendungen fallen konkurrenzlos ab gegen alle bunten Welten, die sich ihnen im Internet bieten. Kurt Aeschbacher ist für sie ein leidendes Wesen aus dem letzten Jahrhundert, die Tagesschau-Moderatorinnen und jenes schreckliche Wesen, das täglich vor der Tagesschau für die Börse Vertrauen schaffen soll, eher Zombies des Kleinbürgertums, die von aller echten Vitalität verlassen wurden. Lächeln muss kein Zeichen für wahres Leben sein.

Die echte Schweizer Bevölkerung in Zürich ist älter als 65 Jahre. 90% aller Zürcher über 65 sind Schweizer. Diese sind es, die Landfrauen- und Hüttengeschichten sehen wollen, weil sie dann in ihre Kindheit und Jugend eintauchen und sich wohlfühlen können. „Kühe, Käse und Kapellbrücke“ empfiehlt Ringiers Starkommentator Peter Rothenbühler auch weiterhin am Bildschirm, dazu „LandLiebe“ als Blümchensex für die älteren Semester.

Jeder vierte Schweizer ist Ausländer, 40% haben einen ausländischen Hintergrund, haben also keine Schweizer Grossmutter oder Grossvater. Sie müssen SRG-Zusatzsteuern zahlen, wie die Urschweizer auch. Sie finden in den TV- und Radiosendungen ihrer neuen Heimat kaum Themen, welche sie interessieren.

Dabei ist offensichtlich, was die SRG-Spitze de Weck/Matter leisten muss. Zu den 26 Sendern, welche die SRG in etwa betreut, müssen neue Sendeformen in türkischer, serbischer,, portugiesischer und anderen Sprachen kommen. Allahu Akbar!

Ich sehe schon, wie unsere reinliche Welt der wahren Ordnung zusammen bricht. Christoph Gebel hat das Teufelszeug mit dem richtigen Namen bezeichnet. Jetzt ist der Bann der Swissness gebrochen.

*Klaus J. Stöhlker ist Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung in Zollikon/ZH

Friedliebende Gesellschaft der Langlebigen

Prof. Dr. Stephan Wirz

Prof. Dr. Stephan Wirz

Wir haben gegenüber früheren Generationen das Privileg, einer „Gesellschaft der Langlebigen“ anzugehören. Nach der Pensionierung können viele Menschen in unserem Land noch zwei, drei Jahrzehnte in finanziell gesicherten Verhältnissen leben – Zeit genug, nach dem Berufsleben noch weitere Projekte zu starten oder sich Lebensträume zu erfüllen.

Auf einen weiteren Aspekt machte kürzlich Peter Gross, emeritierter Soziologieprofessor an der Universität St. Gallen, bei seinem Vortrag in der Paulus-Akademie in Zürich aufmerksam: „Gesellschaften der Langlebigen“ seien friedliebender. Die demographische Entwicklung sei keineswegs negativ zu bewerten. Nach seiner Auffassung bewirke die geringere Kinderzahl eine höhere Wertschätzung gegenüber dem einzelnen Kind und eine Verstärkung der Kommunikation zwischen den häufig nun vier (gegenüber früher drei) lebenden Generationen in einer Familie. Gegenwärtig sei diese Gesellschaftsform noch auf die klassischen Industriestaaten beschränkt, doch in den nächsten 50 Jahren werden die Schwellenländer nachziehen. Dies führe zu einer Pazifizierung des internationalen Zusammenlebens. Die generationelle innere Stabilität und zunehmende Prosperität der Staaten werden nach Peter Gross eine konfliktdämmende Wirkung entfalten.

Der Vortrag von Peter Gross konfrontierte die Zuhörerinnen und Zuhörer immer wieder mit Sinnfragen, die sich der „Gesellschaft der Langlebigen“ in verschiedener Hinsicht stellen. Neu gegenüber früheren Gesellschaften sei die Einteilung der Lebensphasen in drei ungefähr gleich grosse Blöcke Ausbildung – Erwerbsleben – Pensionierung (30-30-30 Jahre). Für die dritte Phase bedeute das nun, dass der gegenüber früher noch viel vitalere Mensch um die 65 sich überlegen müsse, wie er diese ihm zur Verfügung stehende ca. drei Jahrzehnte währende Lebenszeit sinnvoll gestalten kann. Die Pensionierungsphase sei heute nicht mehr ein nur noch einige wenige Jahre dauerndes Ausruhen des durch die Berufstätigkeit körperlich erschöpften Menschen, sondern Potenzial, das es zu nutzen gelte.

Diese vitalen und finanziell gutgestellten 65+ sind schon seit einigen Jahren auch im Fokus der Unternehmen. In der Werbung werden nicht mehr nur Zwanzig- und Dreissigjährige abgebildet, sondern vermehrt auch Frauen und Männer über 60. Sie haben Zeit und Geld zu konsumieren. Wenn heute das Schreckgespenst „Deflation“ und damit ein drohender Konsumaufschub durch die Wirtschaftsgazetten geistert, dann setzt man nicht zuletzt auch auf die Konsumfreudigkeit der „jungen Alten“, um diese Gespenster zu verscheuchen. Schon merkwürdig, wie der Zeitgeist wirbelt: Vor kurzem priesen noch „Experten“ den aufkeimenden gesellschaftlichen Trend nach Suffizienz und Konsum-Entschleunigung (Slow-food usw.), heute fürchtet man die Konsum-Askese wie der Teufel das Weihwasser.

Was bei all der Reklame und den Prognosen zur guten, heilen Alterswelt nicht vergessen werden darf: Jedes „young old“-Dasein mündet in eine mehr oder länger dauernde Lebensphase des „old-old“-Seins. Sie bedeutet Zunahme der Hinfälligkeit, Schwinden der Lebenskräfte. Ob man auch dieser Phase einen tieferen Sinn abringen kann? Darüber lohnt es sich auch, in den Weihnachts- und Neujahrstagen nachzudenken.

Sind Zukunftsforscher glaubwürdig?

Klaus Stöhlker

PR Profi Klaus J. Stöhlker

Jetzt, in diesen dunklen Stunden des Jahres, wo die Kerzen zu leuchten beginnen, sitzen wir am Kaffeetisch zusammen und fragen uns: Was bringt die Zukunft? Viele Herzen sind bang, denn das Bankkonto hat im besten Fall stagniert, bei vielen ist es sogar rückläufig. Was kommt auf uns zu? Eine Erhöhung der AHV um zehn Franken am ersten Januar 2015. Das reicht nicht für die Gebührenerhöhungen, die uns fast täglich gemeldet werden.

Wer den Enkelbetrügern entkommen ist, muss nun riskieren, den Zukunftsforschern in die Hände zu fallen. Ich spreche nicht von Horoskopen, die natürlich blanker Unsinn sind, auch nicht von Uriella, die leidend im Schwarzwald liegt, sondern von jenen smarten Profis, die uns erzählen, was auf uns zukommt.
Wahrscheinlich kennen Sie den 46jäbhrigen Brett King nicht, einen Amerikaner, den unsere Banken gerne engagieren, um Fluchtwege vor lästigen Kontrolleuren zu finden. Dieser krawattenlose dynamische Kahlkopf meint, Bankfilialen werde es bald nicht mehr geben. Da ich seit 30 Jahren keine von innen gesehen habe, kann ich ob dieser Weisheit nur Beifall geben. Dann verspricht er uns, die Banken würden uns mehr Zinsen geben, wenn wir Freunde zur gleichen Bank bringen würden. Ich habe dies einige Male getan: Nie mehr wieder, denn die meisten waren nicht zufrieden mit der Bank.
Das Smartphone sei das richtige Instrument für unsere kommenden Bankbeziehungen. Die die UBS soeben eine derartige Dienstleistung einführt, mag der Guru aus den USA recht haben. Aber wozu dient das? Jetzt kommt die Schlüsselauskunft des Meisters: „Sagen wir, Sie stehen im Apple Store und wollen das heue i-Phone kaufen. Sie haben aber nur 300 Franken auf dem Konto, weil ihr Gehalt ein paar Tage später kommt als sonst.“
Ein Licht geht mir auf; das sind also die Bankkunden der Zukunft, die gerade noch 300 Franken auf dem Konto haben, deren Arbeitgeber auch nur unregelmässig das Salär überweist. Derlei Volk kenne ich nicht, will auch nicht manipuliert werden, Dinge zu kaufen, die mir gerade über den Weg laufen, sei es auch nur per App.
Die meisten meiner Leser kennen die bewährte Schweizer Regel: Gekauft wird nur, wenn Geld in der Tasche ist. Mein Geschenk an Sie zum Jahresende ist die Empfehlung: Bleiben Sie dabei, Sie werden es nicht bereuen.

*Klaus J. Stöhlker ist Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung in Zollikon/ZH

 

Aus der Heimat wächst „Singapur-West“

Klaus Stöhlker

PR Profi Klaus J. Stöhlker

Der 30. November wird als jener Tag in die Geschichte der Schweiz eingehen, wo das Schweizer Volk die Schleusen zur vollen Globalisierung seines Landes geöffnet hat. Was in Genf und Basel schon der Fall ist, der bestimmende Einfluss internationaler Organisationen und grosser Konzerne auf die Entwicklung der Regionen, soll nun übergreifen auf die ganze Schweiz. Die Vision für das Land heisst nicht mehr „Heimat“, sondern „Singapur-West“.

 

Jene Romantiker, die mit ecopop oder der Gold-Initiative dem Wachstum Grenzen setzen oder den im Land wohnhaften reichen Ausländern höhere Steuern auferlegen wollten, wurden von knapp 50% der Stimmbürgern überaus deutlich in ihre Grenzen verwiesen. Das heisst nicht, dass derlei Vorstellungen von einer Schweiz, die als Sonderfall als Ganzes in das UNO-Weltkulturerbe aufgenommen werden sollte, verschwunden sind. Jede künftige Aktion zur weiteren Begünstigung der Globalisierung erzeugt ihre eigene Reaktion.

 

Was wird nun aus dem Land? Wie in Bern der Minder-Initiative die Zähne gezogen worden sind, werden auch die Einwanderungsbeschränkungen unter Verweis auf die Niederlage von ecopop abgeschliffen werden. Wichtig ist nicht, was die Politiker, angefangen vom Bundesrat, sagen, sondern was sie tun. Das Jahr 2014 brachte trotz einer sich laufend verschlechternden Binnenmarkt-Konjunktur wieder eine Rekordzuwanderung. Diese Flexibilität diente vor allem dem „big business“ der exportorientierten A-Schweiz und diente der Verbilligung der Dienstleistungen der Unternehmen der B-Schweiz. Als wesentlicher Motor der Zuwanderung stellen sich weiterhin die staatlichen Verwaltungen heraus bis hin zu den Hochschulen und Spitälern, wo eine rasch alternde Bevölkerung Sicherheit vor einem zu frühen Tod sucht.

 

Gestärkt fühlen sich auch alle Kreise, welche die Schweiz gerne weiter in das Nahfeld der Europäischen Union rücken würden. Es gibt dort, was vor allem für die Spitzen der Verwaltung in den Berner Departementen gilt, den Grundverdacht, die Zeit der Nationalstaaten könne weiter zu Ende gehen. Dies werde noch einige Zeit brauchen, aber im Zeichen des Wachstums gelten heute schon Karrierepläne in Brüssel als chancenreicher als solche in der Schweiz. Von daher ist die Zeit jener angebrochen, die sich „Brückenbauer nach Brüssel“ nennen, den Verdacht eines EU-Beitritts der Schweiz weit von sich weisend. Der Dölf Ogi’sche Fehler vor 20 Jahren soll keine Wiederholung finden.

 

Was bedeutet dies für die Schweiz? Mehr denn je hofft das stimmfähige Volk, die reichen Mitbürger, Inländer oder Ausländer, würden weiter „zuhause“ investieren. Damit würden Aufträge und Jobs gesichert, die dringend benötigt werden, um die vorhandenen Kapazitäten, auf die niemand verzichten will, auszulasten. Den Jubel des Gstaader Bauunternehmers, der nun weiter bauen darf, haben wohl viele gesehen.

 

Die Schweiz wird ausgebaut und umgebaut werden. Wie in Basel bald zwei Wolkenkratzer des Roche-Konzerns die Skyline beherrschen und das Grossmünster in den Schatten stellen werden, muss man sich den Grossraum Zürich bald neu denken. Es wird solche Hochhäuser vom Limmattal hinüber bis ins Tal der Glatt geben. Zwischen ihnen werden Bandhäuser jene Mitarbeiter und deren Familien aufnehmen, die für die Produktion unerlässlich sind.

 

Die Schweiz nimmt Abschied vom späten Mittelalter, das bisher prägend ist – eine ohnehin erstaunliche Leistung. Was gestern noch begehrter Lebensmittelpunkt war, wird museal. Die Schweizer Bevölkerung, heute schon zu über 40% von Ausländern geprägt, die zum Teil schon den Schweizer Pass haben, wird noch globaler werden. In Genf findet man heute ebenso wenig Ur-Genfer wie man in Basel Ur-Basler findet. Die Alemannen der Deutschen Schweiz haben sich dem Erneuerungsdruck stärker verweigert als es den keltisch-savoyardischen Westschweizern gelungen ist.

 

Es sind die Schweizer Eliten aus Wirtschaft und Politik, Hochschulen und Medien selber, welche diesen Trend begünstigen. Sie haben in der jüngsten Volksabstimmung einen historisch zu nennenden Sieg errungen. Das Volk gab ihnen „plein pouvoir“, hoffend, es werde dabei nicht zu Schaden kommen.

 

*Klaus J. Stöhlker, Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung, in Zollikon/ZH