Gutes Aussehen zählt auch im Alter

Klaus Stöhlker

Klaus J. Stöhlker*

Als ich mein Auto beim Garagisten hinter dem Zürcher Opernhaus abholte, wo ich es regelmässig waschen lasse, stand neben mir eine reizend aussehende ältere Dame in einem klassischen Kostüm, die in ihrer Handtasche die Autoschlüssel suchte. Sie blickte auf und lächelte vorsichtig. „Es muss einmal eine sehr hübsche Frau gewesen sein“, sagte ich zu meinem Garagisten. „Ja“, antwortete er, „sie ist sehr nett. Vor einem Jahr ist ihr Mann gestorben. Ein guter Mann.“
Diese nette alte Dame stiefelt nun alleine durch die Welt; sie hat sicher ein kleines Vermögen zur Verfügung und materiell keine direkten Sorgen. Aber, soll sie sich gehen lassen? Die gleiche Frage kann man älteren Männern stellen, die nach dem Tod des langjährigen Partners oft jeglichen Halt verlieren. Soll man sich gehen lassen – weil doch alles gleich ist?
Nein, die Welt will jeden Tag bezwungen werden, ganz unabhängig vom Alter und den individuellen Lebensverhältnissen. Das Aussehen spielt für die meisten Menschen eine ganz entscheidende Rolle. Das Auge sieht zuerst das Gegenüber, dann hört das Ohr, was dieser Mensch zu sagen hat. Nur wenigen ist es gegeben, wie dem Griechen Diogenes, in einer Tonne auf dem Marktplatz zu leben, um dort lieber mit Hunden als mit Kaisern zu sprechen. Daraus wurden dann die späteren Kyniker.
Auch Georgos Pallas ist ein Grieche, der in der Schweiz aufgewachsen ist. Er hat die ästhetischen Prinzipien seiner griechischen Heimat in die Schweiz gebracht. Auf dem Werk seines Vaters aufbauend, führt er heute die Pallas Kliniken (www.pallas-kliniken.ch), die drittgrösste Gruppe von Privatkliniken in der Schweiz. Zu ihm und seinen 50 Ärzten kommen jährlich über 100 000 Menschen, die für Auge, Haut und Schönheit einen Sinn und Ansprüche haben, die erfüllt sein wollen.
Georgos Pallas berichtet, wie schwer es für Frauen und Männer oft ist, sich für den Gegenwert eines mittleren Monatseinkommens dafür zu entscheiden, dem eigenen Leben optisch eine neue Wende zu geben. Ich kann ihn bestätigen: Gestern stand mir eine bekannte Zürcherin gegenüber, deutlich älter als sechzig Jahre, der ihr Partner nach 20 Jahren mit einer Jüngeren davon gelaufen war. „Er hat mir nichts geschenkt, aber mit der Neuen seine ganze Pension verputzt“, klagt sie. Ihre einst lebhaften Augen wirken müde und traurig, die Haut ist faltig, die Hände sind hart. Warum ist sie nicht zum Schönheitschirurgen gegangen? „Weil ich immer ich sein wollte“, antwortet sie und vergisst, dass Schönheit immer im Auge des anderen liegt – nicht in den eigenen.
Gerade Hautfalten um die Augen wie Augenlider können Personen oft deutlich älter aussehen lassen als sie sich wirklich fühlen.
„Deswegen ist für viele Menschen die Augenlidstraffung eine gute Sache. Sie ermöglicht den Personen wieder so auszusehen, wie sie sich innerlich fühlen und das hat eine sehr positive Wirkung für ihre Ausstrahlung“, sagt Georgos Pallas.
Unvergesslich ist mir die Begegnung mit einer vielleicht 30jährigen Kolumbianerin, die in Cali äusserst selbstbewusst ihre Reize zeigte und dazu den klassischen Satz sagte, der auch in der Schweiz gilt: „Wer nichts zeigt, kann nichts verkaufen.“ Deshalb ist gutes Aussehen heute in populäres Produkt geworden. „Jeder Mensch wird zuerst einmal nach seinem Aussehen beurteilt. Und ich weiss, dass in jedem Menschen viel mehr Schönheit steckt, als ihm selber bekannt ist. Diese Schönheit müssen wir befreien.“

*Klaus J. Stöhlker ist Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung in Zollikon/ZH

 

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Über Klaus J. S.

Als Doyen der Schweizer PR-Branche hat Klaus J. Stöhlker die Technik der Kommunikation seit über 30 Jahren bedeutend beeinflusst. Die von ihm gewählten Formulierungen in Geschäftsberichten oder im Krisenmanagement sind vielfach legendär geworden. In Deutschland geboren, hat er nach Führungsfunktionen bei Farner und Wirz 1982 in Zürich die Stöhlker AG gegründet. Sie ist seither eine der erfolgreichsten PR-Agenturen der Schweiz geworden, die heute von seinen beiden Söhnen Fidel und Raoul Stöhlker geleitet wird. Für Stöhlker setzt sich erfolgreiche Kommunikation aus Sachverstand und Energie zusammen. Wenn Spitzenvertreter der Wirtschaft erklären, sie würden weder von Aktionären noch von Kunden oder Medien richtig verstanden, antwortet er: Passen Sie Ihre Botschaft den Zeitbedürfnissen an! Wer sich nicht rasch und schnell in voller Klarheit äussern kann, wird im Wettbewerb zurück fallen. CFO’s trainieren bei Stöhlker, wie man der „hard power“ der Facts die „soft power“ der geschickten Argumentation zur Seite stellt.

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