Lauf Rädli, Rädli lauf.

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Hauptbahnhöfe, Sammelplätze sind Vorzeigebeispiele kultureller Vielfalt. Heute die auffällige Tatsache: Kaum ein Ort von Ruhe, kaum der Ort für Pausen.

Ein statuierendes Exempel, ein Momentum? Über dem HB-Hauptdach, der elektrifizierenden menschlichen Drehscheibe ein schützendes Gitter analog einem Faradayschen Käfig. Erstrebenswert, regulierend ein Zauberstab mit dem Aufruf ins überreizte Getümmel, das Ding mit dem Befreiungsschlag gegen ausufernde Alltagshektik, dortiger Hast. Umgepolt werden ÖV-Nutzer vor der Fahrt liebevoll zu «lahmgelegten Fliegen». Adaptierbar das Beispiel, um nachpubertierende Jungs und Fussballfans im Zaun zu halten. Zwei Fliegen auf einen Schlag, sinnlose Kosten entfallen, überfroh darüber die SBB-Kunden sowie die Öffentlichkeit.

Die gläserne Evolution ist vielfarbig. Sie findet in vorauseilender Schnelle zu uns. Das ist im Heute die gelebte Zukunft. Während der Hauptverkehrszeit gehört das «Vaterunser» und die Elektronik zu uns wie das Amen in der Kirche. Richtig toll sind unsere Gemeinsamkeiten mit all den vielen Kids, kaum auf den Beinen stehend, werden wir miteinander durch den Elektronikdschungel gelotst. Kleinere «Bremsspuren» sind versteckt in Pampers, im eigenen Geldsäckel fehlen uns die «Mäuse». Und Säckelmeisters Jahresberichte/Budgets erzeugen Staunen ob der Beliebigkeit. Toleranz über derart voluminöse Datenkommunikations-investitionen im Vergleich zum Investitionsstau auf anderer Ebene.

Schweizweit in Stadtquartieren Baugruben, wo das Auge hinreicht, als kurvte «Speedy Gonzales» glaubhaft durch die Lande. Dabei verschluckt die Erde effektiv nur Glasfasernetze und Manpower. Nicht geortet wurden bis jetzt professionelle Goldsucher, jene sind beim «Gold-Gusti», oben am Rhein bei Disentis in Graubünden. Dort wird man ruhig reich trotz gieriger Gedanken.

Hier wie dort werden die Gedanken ruhelose ins Archiv, ins Gedächtnis spediert,  individuell sortiert, klassifiziert, wunderbar gespeichert. Sie sind bis auf weiteres vor unlauterem Wettbewerb durch persönliche Duftmarke versiegelt und geschützt. Ja, vorläufig unser Eigentum mit Mehrwert. Der Mensch aber bleibt sein ewiges Forschungsobjekt. Denn geforscht wird «auf Teufel komm raus».

Unausgeruht werden wir zur einfachen Manipuliermasse. Ruhig sein, trotz Umzingelung innovativster IT Geister? Bedeutendes und Bedeutungsloses wird rundum kräftig abgesogen. Es bleibt niemand verschont, nicht beim Sesseltanz, nicht in den Geschäftsetagen, kein Entscheidungsträger, keine politische Szene, keine «uf em Land und bi de Lüt», alle, inkl. Einflüsterer und Plagiatgeier sind im Visier. Das gesamte Geschehen steht im öffentlichen Raum. «Es wird uns an nichts mangeln.»

Lachen ist gesund. Stoppe das Rädli. Mega cool die «Generation Teleboy». Geniesse, wer geniessen kann, spitzbübisch jene Momente der Spassigkeit und Freude. Nehme dir seelenruhig diese Zeit. http://www.srf.ch/player/tv/glanz–gloria/video/unvergessliche-tv-momente-soell-emol-cho?id=908bdcf3-e5fd-4dde-bf34-3528a9055aaf

Ilse Oehler / 28. April 2014

 

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