Die Welt im Kreiselverkehr

 

ILSE_OEHLER_PORTRAIT_04_QUERZum Blog von Klaus J. Stöhlker „Kümmert Euch um die Enkel!“
Ja, wir Grosseltern und die Unternehmen haben vieles in der Hand wollen wir grossartig sein. 

Der pure Stress fängt für das ganze Umfeld von Mutter und Kind zu frühster Stunde beinahe ab Stillphase an. Eine Momentaufnahme tausendfach gelebt. Ein Dauerzustand?

Babies Rushhour? Zu dieser Zeit wird das Tram mit Kindwagen aufgefüllt. Blicke werden nicht ausgetauscht. Beschwerlich das Werken, erst recht, wenn es dazu noch nass ist. Nichts wie rein in die bereits stehende Menge zwischen Tramtüre und Angel, durchdrängeln bei Berufs- und anderen Leuten. Es horten sich anstehende Kinderwagen. Das Ein- und Aussteigen mit Querverkehr wird zur täglichen Tortur. „Reissverschlussverfahren“ analog Strassenverkehr wird angewendet: Einordnen! Vollständig konzentriert. Sie müssen spuren, die vier jungen Mütter, ohne andere zu touchieren. Einmal fährt jene, dann die andere Mama in ihre Position. Ist die Schwierigkeit gemeistert, bleibt die volle Konzentration bis zu nächsten Stationen. Das zusammengesetzte Konglomerat auf der Tramplattform löst sich dann gekonnt. Verursacher? Der Schlussgong in den Krippen und Horten in der Grossstadt?

Blickkontakte haben hier null Platz. Diese sind auf das Wesentlichste beschränkt mit Blick auf den Kinderwagen: „Augen zu und durch – und ja nicht unangenehm auffallen.“

In der Stehphase gilt:
• Stand im Tram ausbalancieren
• Durchatmen bis zum Verlassen des ÖV
• 3. Kurzabruf der ToDo Liste (evtl. ab Mobile)
gemixt mit Pflichtübungen im Departement „Haushalt + Kids et cetera.“

Wohin strampelt die Welt
Sind die mitfahrenden Fahrgäste in analoger Denke. Verspüren sie Mitgefühl mit den aus welchen Gründen auch immer Geforderten, mit den Ernährerinnen? Gibt es eine Zauberformel für bessere Lebensqualität für die am Handlauf ihres Gefährts tagein, tagaus sich im ÖV in dieser Form Vorwärtsbewegenden?

Wir sind gemeinsam unterwegs. Kritisch über Vorgefallenes nachdenkend, sitze ich bequem eine wunderbare Szene diskret beobachtend. Sie spielt leise vor meinen Augen. Stehend, angelehnt im Tram ein junger bodenständiger Mann in leisem Dialog und mit sich im Einklang. Er korrespondiert mit Blick hin zum Kinderwagen vor mir, fühlt sich unbeobachtet. Jenes mitfahrende Baby ist mir nicht zugedreht. Erst als die junge Mutter sich zum Tram rückwärts hinausmanipuliert sehe ich ein strahlendes Kind. Es verabschiedet sich von seinem weiterfahrenden Gegenüber mit anhaltendem Lächeln bis die Aussenwelt es wieder hat. Stille. Welch ein beherzter Moment für beide Beteiligten. Ein unbekanntes Kleinkind im Kinderwagen im Zürcher Tram, ein unbekannter junger Mann. Nun hat der Alltag alle wieder, auch jene Mama und ihr Baby. Wo es uns glückt, ist ein liebevoller Umgang mit dem Nächsten höchst willkommen.

Der Kreis schliesst sich mit einer Empfehlung. Eintrag in die Agenda der Personalverantwortlichen: „Persönlicher Augenschein vor Ort an Tramstation zu „Babies Rushhour“. Drandenken: Jene Tramstation, dort, wo junge Mitarbeitende mit Kinderwagen einsteigen.

Merke: Beruhigung tritt dann ein, wenn jene Unternehmen durch eigene Wahrnehmung greifende, ganzheitliche Wohltaten erbringen. Kostengünstige und froh machende Alternativen sind gefragt. Jede einzelne davon wird rundum zum Top Gewinn.

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