Archiv für den Monat: Dezember 2013

25 Dinge, die man tun sollte, bevor man stirbt

Jeder hat eine To-do-Liste. Dinge, die man noch tun will. Orte, an die man noch reisen will, die man noch nicht gesehen hat. Florenz, Rom, Paris sehen und dann sterben, heissen geläufige Redewendungen. Hier eine Liste der Dinge, die man nach 50 unbedingt einmal getan haben muss:

1) Eine Gondelfahrt in Venedig, von der man hofft, dass man sie überlebt. Die Singerei des Gondoliere wie den Verkehr auf dem Canale Grande.

2) Den berühmten Marathon laufen. Oder einen Triathlon. Sonst trifft man so viele Mitarbeiter des oberen Kaders, die man nie schwitzen sehen wollte. 

3) Den Jakobsweg nach Santiago de Compostela hinunterwandern. Damit das Hirn durchgelüftet wird.

4) Klavier spielen lernen. Zugegeben: Für viele zu schwierig.

5) Fallschirmspringen.

6) Mit den Grosskindern das Disneyland Paris besuchen. Und ihnen zeigen, dass es ausserhalb des iPhones noch eine andere Welt gibt.

7) Autostoppen und ohne Ziel drauflosfahren.

8) Ein One-Night-Stand mit einer Flötenlehrerin.

9) Mit dem simplen Programm auf dem Mac einen eigenen Video schneiden.

10) Ein Buch schreiben. Am besten autobiografisch, da kann man sich am besten aus. Wird es zu langweilig, dazuerfinden.

11) Erdbeeren pflanzen und tatsächlich Früchte ernen.

12) Intensivkurs in Englisch besuchen, damit man die digitale Social-Media-Sprache der Enkel versteht.

13) Die Jungfrau besteigen. Wenn das zu schwierig ist, mit der Bahn bis aufs Jungfraujoch.

14) Die Matura nachholen.

15) Dem Schwager sagen, dass er ein Arschloch ist.

16) Das Burning-Man-Festival besuchen.

17) Vom Eifelturm spucken.

18) Im Zelt auf dem Campingplatz in Zürich-Wollishofen übernachten.

19) Die Enkel dazu bringen, dass sie zuhören, wenn man ihnen erklärt, wie das Leben und die Liebe funktionieren.

20) Mit der transsibirischen Eisenbahn fahren.

21) Einen Menschen finden, den man bewundern kann.

22) Einen Menschen finden, der einen bewundert.

23) Tiefschneefahren.

24) Mit einem Pferd galoppieren.

25) Den Schach-Computer besiegen.

Was meinen Sie? Was fehlt auf der Liste?

Memento mori

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Der Ausdruck Memento mori entstammt dem mittelalterlichen Mönchslatein, wo er vermutlich verballhornt wurde aus Memento moriendum esse, also: „Bedenke, dass du sterben musst“. Er ist ein Symbol der Vanitas, der Vergänglichkeit und war wesentlicher Bestandteil der cluniazenischen Liturgie. Quelle: Wikipedia.org

Aussenfigur an der Südostseite der Kathedrale St. Ursanne

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Lust auf mehr!

Manchmal passiert es mir, dass ich im Bereich Musik über einen Interpreten, eine Band, ein Orchester oder einen Komponisten stolpere, der, die oder das mir eigentlich in meinem mit Musik reich befrachteten Leben längst ein Begriff hätte sein sollen. Und bevor ich mich recht über diese Unkenntnis zu ärgern anfange stellt sich ein gewisses Glücksgefühl ein, diese Perle nicht verpasst zu haben. Genau so erging es mir vor ein paar Wochen, als ich bei der Lektüre eines deutschen Nachrichtenmagazins den Namen Norbert Gottschalk gelesen habe. Darunter ein knapper Fünfzeiler und ein CD-Cover. Und die Spitzmarke „Jazz“.

Beim Namen Gottschalk erscheinen vor meinem geistigen Auge blonde Locken und in meinem inneren Ohr allerhöchstens endlos-nervige Quassel-Ergüsse. Zusammen mit dem Vornamen Norbert vielleicht irgendwas Unspezifisches – aber keinesfalls Jazz! Erst recht kein Jazz-Sänger! Also ganz schnell über mein SONOS Spotify aufgerufen… und höre da… Im Nu stellt sich das eingangs erwähnte Glücksgefühl ein.

Was ich zu hören bekomme ist „Stars“ – das neuste Album von Norbert Gottschalk. Auf diesem reiht sich nahtlos Perle an Perle: Songs von Pat Metheny, Charlie Haden oder Kenny Wheeler. Aber auch die Beatles sind vertreten. Unterstützt von einer spürbar eingespielten Band (Hubert Nuss p, German Klaiber b, Michael Küttner dr, Paul Heller sax) läuft der Kölner Gottschalk zu Höchstleistungen auf. Mal ruhig tragend, mal akrobatisch – mit heller, leicht belegter Stimme und immer sicher in der Intonation. Seine Lust zur Improvisation ist spürbar und macht beim Zuhören Lust auf mehr!

Bleib noch zu erwähnen, dass die CD technisch hervorragend eingespielt ist. Klanglich spielt die Scheibe in der obersten Liga mit.

Mehr von Norbert Gottschalk gibt’s auf einigen Solo-Alben (Gottschalk spielt unter anderem auch ausgezeichnet Gitarre und Flügelhorn) und im Duett mit dem Gitarristen Frank Haunschild. Und natürlich hier unten auf YouTube…

Norbert Gottschalk – Stars – Mons/New Arts International